Deutscher Alpenverein, Sektion Dortmund e.V.

Hej I Akwaaba I – Vorstellung

Hej alle zusammen!

Ich stelle mich mal kurz vor: Mein Name ist Paula und ich lebe jetzt seit August 2017 in Ghana, West-Afrika und werde insgesamt ein Jahr hier bleiben. Das Ganze bewegt sich im Rahmen des weltwärts- Programms der deutschen Regierung, also eigentlich des BMZ. Genau gesagt befinden wir uns gerade im GPI, dem Ghana Permaculture Institute, wo innerhalb der Prinzipien der Permakultur nachhaltige Landwirtschaft, Bauweisen und Wirtschaftsweisen umgesetzt werden.

Nun gut, ich werde hier aber nicht über Landwirtschaft und Anbauweisen berichten, was vielleicht den ein oder anderen gerade erleichtert, sondern über die sportlichen und kulturellen Seiten meines Lebens hier! Warum ich gerade hier schreibe – na ja ich bin Mitglied beim DAV und da dachten wir uns, es wäre doch interessant ein wenig über das Ganze zu berichten.
Wenn ihr Fragen zu bestimmten Dingen habt, wie weltwärts, dem Bewerbungsablauf und Möglichkeiten, mal ein typisch ghanaisches Gericht oder die Kleidung sehen mögt, fühlt euch frei und schreibt mich darauf an!

Obwohl Ghana leider sehr flach ist – der höchste Berg ist meines Wissens nach gerade 900m hoch – sieht man doch überall Felsformationen und größere Boulder! In der Nähe des GPI findet man neben einem heiligen Wald einige solcher Formationen und eine wahre Felsenlandschaft darin, wohin ich mich mit einigen Besuchern des GPI aufgemacht habe.

Der Wald ist deswegen heilig, weil die Ahnen der Dorfbewohner hier zuhause wahren, sie haben zwischen den Felsen gelebt und gekämpft, unter ihnen geschlafen und auf ihnen gewacht. Und geheiratet… das lief folgendermaßen ab: von 15 Männer traten jeweils 5 gleichzeitig an um nebeneinanderliegende Felsstücke zu klettern. Die Schnellsten unter ihnen durften eine Frau wählen, die Langsamsten hingegen lebten wohl noch eine Weile länger alleine…

Nun, natürlich gibt es eine Menge Erzählungen über die Magie verschiedener Pflanzen und Orte – die Menschen lebten dort lange vor der Verbreitung des Christentums, von daher mag uns manches davon eher wirr vorkommen, ist aber ein Teil der Geschichte des Dorfes und wird dementsprechend bewahrt und geheiligt.

Wir gehen ein Stück durch den Wald, den man durchaus als wild bezeichnen könnte, er wird in keinster Weise reguliert, was in unheimlich dicht und vielfältig macht, wenn auch verdammt lebendig. Es gibt unzählige Insekten die uns nach kurzer Zeit folgen.
Die Felsen bilden eine unüberschaubare Landschaft aus Stein, Bouldern die wie zufällig darauf liegen und Höhlen und Durchgänge bilden. Manchmal findet man 3 Kuhlen nebeneinander im Fels, daneben eine zweite Reihe… ein altes Spiel, das auch heute noch Teil der Kultur ist und viel gespielt wird. Man sieht es so ziemlich überall, wo Felsen sind.

Der ganze Ausflug dauert vielleicht 2-3 Stunden, Zeit ist hier eher relativ… aber ist unheimlich interessant und zeigt einen sehr schönen, sensiblen Umgang mit dem System das im Wald herrscht.

So, falls ihr Kommentare oder Anregungen dazu habt, lasst sie raus! Bis bald und sonnige Grüße!

Eure Paula

P.S.: Meine E-Mail ist ploeh@gmx.net.

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