Deutscher Alpenverein, Sektion Dortmund e.V.

News 09/2019

Liebe Mitglieder!

Projekt- und Urlaubsbedingt haben wir schon länger keinen Statusbericht veröffentlicht. Dabei ist seit der letzten Mitgliederversammlung wieder einiges passiert.

  1. Mitgliederversammlung April 2019
    Die Mitgliederversammlung im April war gut besucht und es wurden neben der Ehrung der Jubilare (25, 50 und 60 Jahre Mitgliedschaft im Verein) interessante Themen vorgestellt/diskutiert:
    Die Gruppe des Jugend-Wettkampfklettern stellte sich mit einem motivierten Vortrag vor und bedankte sich für die Förderung der Sektion. Im Anschluss wurde eine Erhöhung der Unterstützung für diese spezielle Gruppe intensiv diskutiert – und letztendlich durch eine Spende eines Mitglieds für dieses Jahr gelöst.
    Auch andere Gruppen stellten ihre Aktivitäten vor und der Bericht des Schatzmeisters Helmut Stepke war wieder mal einwandfrei und positiv: Die Sektion ist zum ersten Mal seit Jahren im April 2019 schuldenfrei! (Was sich natürlich durch die Investition in die Hütte in Österreich bald wieder – gewollt und geplant – geändert hat.)
    Kassenprüfer und Vorstand wurden danach entlastet.
    Die Projektgruppe stellte anschließend die aktuellen Planungen zum Stand des Sektionszentrums vor (aktuelle Infos dazu s.u.) und Lothar die Situation in Kühtai (auch dazu aktuelle Infos s.u.).
    Dann standen die Wahlen an.
    Unser stellvertretender Vorsitzender Klaus Steenweg stand auf persönlichen Wunsch nicht zur Wiederwahl zur Verfügung. Wir danken Klaus zutiefst für sein 10jähriges Engagement im Vorstand, wo er unglaublich viel für die Sektion erreicht hat – und wünschen ihm für seinen „DAV-Ruhestand“ alles erdenklich Gute!
    Als stellvertretender Vorsitzender wurde Rolf Schuchmann gewählt, u.a. mit dem Fokus auf die Koordination der Projektgruppe Sektionszentrum.
    Anschließend wurde nach einiger Diskussion (u.a. um die Erhöhung der Förderung der Wettkampf-Gruppe s.o.) der Haushaltsplan 2019 beschlossen.
  2. Aktueller Stand Kühtai
    Die Bagger sind da!
    Es ist soweit: Nachdem die Finanzierung solide geklärt und die Kredite genehmigt waren sind die notwendigen Angebote eingeholt worden. Mittlerweile sind die ersten Aufträge vergeben und der Bagger hat den ersten Bauabschnitt „eingeläutet“. Die gesamten Renovierungen sollen nach dem zweiten Bauabschnitt im Sommer 2020 abgeschlossen sein.
    Danach freuen wir uns auf eine dem aktuellen Standard und den gesetzlichen Vorgaben entsprechende Hütte, zufriedene Gäste und hoffentlich auch einige Mehreinnahmen, um die Finanzierung der Renovierung in den nächsten Jahren wie prognostiziert auszugleichen.
  3. Stand Sektionszentrum
    In dem Bereich hat es in der letzten Zeit beinahe wöchentlich Veränderungen/Neuigkeiten gegeben. Rolf hat sich in die Struktur eingearbeitet und versucht, die vielfältigen vorliegenden Wünsche mit der finanziellen Realität zusammenzubringen. Eine Vorstellung der Projektarbeiten zum Sektionszentrum an der Universität Dortmund zeigte kreative Entwürfe. Parallel gab es ernüchternde Nachrichten vom DAV München, dass Kletterhallen nur noch eingeschränkt gefördert werden.
    Aber es gibt positive Aussichten: Aktuelle Verhandlungen mit der Stadt ermöglichen uns nun voraussichtliche eine Sicherung des Grundstücks an der Lissaboner Allee und etwas Zeitpuffer, um die Realisierung weiter gründlich zu planen. Um konkrete Entscheidungen besser treffen und umsetzen zu können, bemüht sich der Vorstand um die Bildung eines „Kernteams“ (ähnlich wie die sehr schlagkräftige Projektgruppe für Kühtai), in dem angedachte Personen mit benötigtem Fachwissen – mit Feedback aus der Projektgruppe – zusammenarbeiten.
  4. Eigene Jugendordnung für den JDAV
    Rolf hat sich in den letzten Monaten intensiv dafür eingesetzt, die Vorgabe des DAV München, eine eigene Sektions-Jugendordnung (und damit quasi eine zweite Sektionsstruktur mit eigenem Vorstand, Kassenprüfer etc.) für den JDAV zu schaffen. Die Sitzung dazu fand am Freitag, 6.9.2019 statt und wir werden dazu in Kürze ausführlich berichten.
  5. Das 5000. Mitglied!
    Im August durften wir das 5000. Mitglied im Verein begrüßen. Wir suchen gerade noch einen Termin, unser neues Mitglied einmal persönlich kennenzulernen. Und vielleicht bekommen wir auch die Erlaubnis, ihn öffentlich vorzustellen. Trotz Datenschutzes sei schon mal verraten, dass er wohl „Kletterer“ ist…
  6. Vereinsberatung
    Die Anregungen nach einer Verbesserung der Vereinsstruktur haben wir aufgegriffen und beim LSB eine Vereinsberatung beantragt. Moderiert von einem prof. Vereinsberater diskutiert der Vorstand zur Zeit in regelmäßigen Terminen die Struktur und Themen wie die Nachfolge unseres 1. Vorsitzenden Jürgen im nächsten Jahr, die Notwendigkeit/Finanzierbarkeit einer weiteren hauptamtlichen Stelle in der Sektion (Erweiterung Geschäftsstelle, Vorstandsassistenz bis hin zum Geschäftsführer), macht sich Gedanken über die Diskrepanz der Zahlung von Trainern im Kletterbereich gegenüber der sonstigen Ehrenamtlichkeit im Verein und überlegt, wie die Kommunikation im Verein verbessert werden kann.
    Konkrete Maßnahmen sind noch nicht festgelegt, aber die Diskussion bringt einiges voran.

Nun wünschen wir allen Mitgliedern einen schönen Herbst und schon mal schöne Vorfreude auf die Wintersport-Aktivitäten!

Comments (5)

vielen Dank für die Infos…ich bin ausgetreten, weil ich diesen Irrsinn mit der Kletterhallte nicht mittrage. Schön, dass München das auch so sieht. Es gibt in Dortmund und Umgebung genug Klettermöglichkeiten. Ein Trend der ein paar Jahre anhält und was dann? Andere Sektionen müssen schon ihre Hütten aufgeben weil die eigene Kletterhalle die Sektion in den Ruin treibt.

Ich habe den Kletterhallen auch immer skeptisch gegenübergstanden und bin der Meinung, dass für die Aktivitäten des Alpenvereins „die Natur“ zwingend dazu gehört und nicht eine künstliche Umgebung. Aber wir müssen (leider) zur Kenntnis nehmen, dass wir aus der nahen Natur seit Jahrzehnten aktiv ausgesperrt sind (Hohensyburg, Hönnental, Bruchhausen…) und dass die Jugend offensichtlich ganz gut mit der künstlichen Alternative klar kommt (da gibt´s ja auch W-Lan 🙂 ) Dem dürfen wir uns nicht versperren, auch wenn die eigenen Klettererinnerungen primär mit den leider gesperrten Destinationen korrellieren.

Vielen Dank für die interessanten Beiträge! Das spiegelt die unterschiedlichen Meinungen und Interessen unserer Mitglieder sehr gut wieder.
Aus diesem Grund versuchen wir im Vorstand aktuell auch beide Großprojekte unter einen Hut zu bringen: Die Renovierung unserer Hütte in Kühtai quasi als Kernaufgabe des DAV („Hütten und Wege“) in den „echten“ Bergen – sowie einem Sektionszentrum mit Kletterhalle, gemäß unserer „urbanen“ und „zeitgemäßen“ Anforderungen.
Viele Grüße, Jens

Ich werde die Sektion ebenfalls verlassen und meine Tätigkeit als Trainer in einer anderen Sektion fortsetzen. Allerdings nicht, weil ich denke, dass eine Kletterhalle die Sektion Dortmund in den Ruin treiben würde. Meiner Ansicht nach ist die Sektion durch die vom gegenwärtigen Vorstand herbeigeführten Entscheidungen bezüglich der Hütte im Kühtai finanziell jetzt schon so miserabel aufgestellt, dass vermutlich nach auf Jahre hinaus keine positive Entwicklung möglich scheint: 1,6 Millionen Euro wollen abgezahlt werden. Vor dem Hintergrund dieser Summe scheint es mir wenig plausibel, dass vorläufige (?) Scheitern von Sektionszentrum und Kletterhalle einer Entscheidung aus München in die Schuhe zu schieben.
Wenn der gegenwärtige Vorstand ernsthaft versuchen hätte, „beide Großprojekte unter einen Hut“ zu bringen, wie Jens schreibt, oder Sektionszentrum und Kletterhalle in der Vergangenheit ernsthaft gewollt hätte, wäre ihm das meiner Meinung nach in den letzten 10 – 12 Jahren auch gelungen.
Meiner Ansicht nach sind auch dem künftigen Vorstand durch die finanziellen Verpflichtungen die Hände so gebunden, dass er kaum etwas tun kann, was so etwas wie ein Vereinsleben in Dortmund möglich macht. Die Sektion wird weiter hauptsächlich aus Versicherungsnehmern bestehen und in Kleingruppen vor sich hin wursteln, weshalb es mir schon in der Vergangenheit immer schwerer fiel, Interessenten die Mitgliedschaft in Dortmund zu empfehlen. Und wenn man sich so darüber ärgert, wie ich es tue, dann muss man da ja auch nicht länger mitmachen oder zugucken, denke ich.

Tschüss

Michael

Hallo Michael,
ich möchte dich in einigen Punkten berichtigen, da die von dir aufgeführten Punkte so nicht unkommentiert stehen bleiben sollten. Vieles in unserem Leben ist auch eine Frage der Sicht. Nicht aus jeder Position hat man einen alleinigen Anspruch auf Richtigkeit in der Beurteilung einer Situation.
1. Nicht der gegenwärtige Vorstand hat die Entscheidung für eine Sanierung der Dortmunder Hütte getroffen. Entscheidungen im Verein trifft die Jahreshauptversammlung. Das was dort mehrheitlich durch Abstimmung bestimmt wurde, ist in der Umsetzung für den geschäftsführenden Vorstand bindend. Ohne Wenn und Aber. Nichts anderes hat er in 2018 getan.
Was wäre die Alternative gewesen? Unsere im Jahr 1932 erbaute Dortmunder Hütte wäre in der Konsequenz sonst stillgelegt worden. Zumindest für den Zeitraum der Mangelbeseitigung. Wir hätten die Hütte nebst Grundstück nicht selbst vermarkten dürfen! Unser Verband in München hat da ein gehöriges Mitspracherecht. Die Hütte wäre zuerst einmal innerhalb des Verbandes angeboten worden. Wer weiß, was wir da noch für die Hütte bekommen hätten? Hinzu kommt, dass Sektionen ohne Hütte einen Solidaritätsbeitrag an die anderen Sektionen mit Hütte leisten müssen – eine Zahlung ohne jeglichen direkten Gegenwert.
2. Warum hast du in der Projektgruppe/PGLA nicht schon frühzeitig darauf hingewiesen, dass du Probleme in der Finanzierung von zwei solchen Großprojekten siehst? Dann hätte man sich dort schwerpunktmäßig zuerst einmal mit der Finanzierung und dazu parallel mit der Planung des Kletterzentrums beschäftigen können. Der Sektionsvorstand hat ernsthaft an einem Kletter- und Vereinszentrum gearbeitet. Es wurde bereits vor einigen Jahren in der Hauptversammlung beschlossen, dass zur Sicherstellung der Finanzierbarkeit ein Rücklagenkonto gebildet werden soll. Dies wurde auch umgesetzt. Das sich die Prioritäten zukünftig so drastisch ändern würden, daran konnte und musste man auch nicht denken.
Ich kann dir versichern, dass wir im geschäftsführenden Vorstand ernsthaft an einer Umsetzung des Projektes arbeiten und somit dem Wunsch vieler Vereinsmitglieder gerecht werden. Mehrere Gespräche erfolgten mit der Stadt Dortmund/Sport- und Freizeitbetriebe. Wir sind gemeinsam auf einem guten Weg. Alles wird davon abhängig sein, wie die zukünftige Ertragslage der Dortmunder Hütte sein wird. Das ist so! Aber wo Risiken sind, da sind auch Chancen. Wir werden als ehrenamtliche Vorstandsmitglieder alles tun, um das Projekt Kletterhalle/Vereinszentrum zu einer Erfolgsgeschichte werden zu lassen.

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