Berge mit Nebel | © DAV Dortmund

Slowenischer Höhenweg

13.09.2025

Die Julischen Alpen hatte ich bisher vorwiegend von unten betrachtet – in einem Kajak auf der Soca sitzend. Jetzt also der Perspektivwechsel- und der lohnt sich sehr!

Nach Anreise per Bahn über Villach starten wir im kleinen Ort Mojstrana, laufen hoch zum Aljazev Dom (Dom=Haus). Dann der Aufstieg über den Pragweg zum Dom Valentina Stanica, weiter über die Koca na Dolicu und Pogacnikov Dom zum Ticarcev Dom am Vrsic Pass. Den geplanten Abstieg zur Hütte an der Socaquelle müssen wir wegen Straßensperrung streichen, stattdessen Abstieg nach Kranjska Gora und Busfahrt zurück nach Mojstrana.

Höhepunkte der Tour? Fast alles! Ein wunderschönes Gebirge, spannende Wege mit vielen Versicherungen, nette Menschen in den schlichten Hütten.

Nur der Austieg auf den Triglav müssen wir wegen Regen streichen, stattdessen können wir den Bovski Gamsovec 2392m und den Razor 2601m besteigen, letzteren über einen senkrechten Klettersteig mit anschließender umwerfender Rundumsicht. Der Abstieg vom Razor fordert uns noch mehr als der Aufstieg – man bekommt Respekt vor den slowenischen Bergwanderern; dies ist ihr Wanderweg Nr.1. Und Steinböcke, viele Steinböcke beobachten uns.

Spannend auch die vielfältigen Karstformationen, die die Julischen Alpen prägen. An die wechselhafte Geschichte dieser Gegend werden wir an vielen Stellen erinnert. Die alte Vrsic Passstraße, die wir nach Kranjska Gora herunter laufen, wurde unter vielen Opfern von russischen Kriegsgefangenen erbaut.

Und so viele Wege bleiben noch zu erkunden, die Klettersteige am Prosojnik beispielsweise, der Spik muss noch erstiegen werden, der Triglav, usw.

Wir werden also wiederkommen!

Nicole, Ute und Martin