Gruppe von Bergsteigern vor einer Biwakschachtel in den Bergen | © DAV Dortmund

Sextener Dolomiten

26.07.26
Am Parkplatz unterhalb des Rifugio Lunelli treffen wir uns. Da es sehr nach Regen aussieht, verzichten wir auf die geplante Eingehtour über den Sasso Selvapiana  und schlagen den direkten Weg zum Rifugio Berti ein (nass werden wir trotzdem).

27.07.
Mit den Via Ferrata Roghel und Gabriella stehen am nächsten Tag gleich zwei Schwergewichte der Tour auf dem Programm. Zum Glück kommen die schwersten Stellen (C/D) ziemlich am Anfang und werden mit frischen Kräften ohne Probleme überwunden. Nach hinten heraus zieht sich die Strecke aber sehr, und neben den Kraft- schwinden auch die Getränkereserven. Gemeinsam (vielen Dank an Andre für den Elektrolyt-Shuttle-Dienst) bewältigen wir die Herausforderung und genießen die afrikanische Küche auf dem Rifugio Carducci.

28.07.
Im Vergleich zum Vortag sind die Herausforderungen heute moderat: Mit der Via Ferrata Severino Casara steht ein sehr schön gestalteter neuerer Klettersteig an, außerdem die Ferrata degli Alpini 1915-1918, eine Mischung aus versichertem Steig und Stellungen des Alpenkriegs. Ein Highlight der Woche ist die Übernachtung (bzw. die Verpflegung und unerreicht freundliche Bewirtung) in der Büllelejochhütte, der höchstgelegenen Schutzhütte in den Sextener Dolomiten.

29.07.
Heute machen wir einen Abstecher in den Freiluftzirkus rund um die Drei Zinnen. Obwohl erst morgens, ist die Bar an der Drei Zinnen Hütte bereits gut besucht und auf dem Plateau werden die „Einsamer Bergfex schaut versonnen auf die drei Zinnen“ – Fotospots knapp. Wir verweilen nur für einen Espresso und gehen dann, durch den Kriegstunnel und den Innerkoflersteig auf den Paternkofel (2744m). Nach ausgiebiger Rast geht es über die Forcella dei Camosci (Gamsschartensteig) wieder hinunter und an der Büllelejochhütte vorbei zur Zsygmondihütte. 

30.07.
Wir verlassen die Zsygmondihütte und ihre Esel Richtung Strada degli Alpini, dem Hauptversorgungsweg der Alpinsoldaten während des ersten Weltkrieges. Da es auf der Rotwandwiese keine Übernachtungsmöglichkeit mehr gibt, schwenken wir an der Elferkofelscharte nach Osten und kehren über die Sentinellascharte und den sich anschließenden neuen Klettersteig (der alte Weg ist nicht mehr vorhanden) zur Bertihütte zurück.

 

01.08.

Der Klettersteig auf den Arzalpenturm ist von der Schwierigkeit her (D) die größte Herausforderung der Woche, allerdings recht kurz und im Vergleich zu Roghel und Gabriella nur eine Spielerei. Wir kombinieren die Ferrata mit dem Gipfel des Arzalpenkopfes und im Abstieg mit der Durchquerung von Opera 10, einem im Auftrag von Mussolini in das Bergmassiv getriebenen riesigen Bunkerkomplex. Übernachtet wird ein letztes Mal im Rifugio Berti.

02.08.

Bei den meisten Teilnehmern hat die Tourenwoche zu einer gewissen Erschöpfung geführt, sodass am Abschlusstag nur noch eine reduzierte Mannschaft den Weg über die Via Ferrata Zandonella auf die Sextener Rotwand (2936m) antritt. Eine letzten Kombination aus Gemüsesuppe und alkoholfreiem Bier auf der Bertihütte füllt die Reserven wieder auf und nach dem kurzen Abstieg zum Parkplatz endet die Woche im Naturpark Drei Zinnen.