Der nächste Tag steht unter dem Motto „Über sieben Schneiden musst du gehen“. Schneiden stehen für die quer zum Weg stehenden Felsrippen, die wir über Scharten queren. Knackpunkt ist die gesicherte Sammerschartl T4. Dazwischen immer wieder - wie auch in den nächsten Tagen - lange Blockfelder; die Ersten von uns erreichen erst nach 9,5 h die Kasseler Hütte.
Die folgenden drei Tage ähneln sich im Verlauf: Abstieg von der Hütte, langer Aufstieg zu Mörchenscharte, Lapenscharte bzw. Schönbichler Horn 3133m (T5) und langer Abstieg zu Greizer Hütte, Berliner Hütte bzw. Furtschaglhaus. Von der Berliner Hütte haben wir einen grandiosen Blick auf Großen Möseler 3480m, Großen Löffler und Schwarzenstein und die darunter liegenden Gletscherlandschaften. Aber auch der Badestopp am Schwarzsee gehört zu den Höhepunkten.
Hier muss ich mal die Weganlage der Berliner Sektion loben: schmale, oft ausgesetzte Pfade mit Versicherungen an den richtigen Stellen! Konzentriertes, trittsicheres Gehen ist ein Muss!
Touristischer wird es am Schlegeisspeicher; mit seiner türkisgrünen Farbe und dem Olperer darüber ein Augenschmaus. Nach der Olperer Hütte ist der Trubel schlagartig vorbei, bis zum schön gelegenen Friesenberghaus – die höchste Hütte mit 2480m – sind wir wieder unter uns.
Die letzte und längste Etappe zur Gamshütte wird mit 9 h Wegzeit und kniffligen Wegstellen nochmal sehr fordernd, hat aber wunderschöne Ausblicke in die Täler wie Floitental und Zemmgrund, die wir in den Tagen zuvor gekreuzt haben.
Fazit: 80km und 6700Hm, die es in sich haben. Zu empfehlen für geübte Bergwanderer bei guten Wetterverhältnissen. Belohnt wird man mit einer fantastischen Hochgebirgslandschaft.
Vielen Dank an Walther für die Vorbereitung!
Mit dabei waren Hilde, Martina, Andrea, Barbara, Ute, Gabriela, Angelika, Stephan, Jens, Thomas und Martin.