Skihochtour | © Robin Römer

Mit Ski und Seil unterwegs – neue Möglichkeiten im Winter

08.05.2026

Es gibt gute Neuigkeiten für unsere Sektion: Ich habe meine Ausbildung zum Trainer B Skihochtouren erfolgreich abgeschlossen! 🎉

Damit können wir unser Winterangebot künftig sinnvoll erweitern und neben klassischen Skitouren auch vermehrt im hochalpinen Gelände unterwegs sein – zum Beispiel auf Gletschern oder bei abwechslungsreichen Überschreitungen.

Die Ausbildung selbst war eine intensive und richtig schöne Woche in den Stubaier Alpen rund um die Franz-Senn-Hütte. Acht Tage lang waren wir mit einer super netten Gruppe und unseren beiden Bergführern Heidi und Mo unterwegs – mit viel Praxis draußen, aber auch gezielten Theorie- und Prüfungseinheiten.

Gleich zu Beginn hatten wir Glück mit dem Wetter und konnten direkt auf Tour gehen: Es ging hinauf zum Vorderen Turm, wo wir neben einer kurzen Kletterpassage auch den Aufbau von Fix- und Geländerseilen geübt haben. Die anschließende Abfahrt war abwechslungsreich, teilweise etwas steinig – dabei habe ich mir prompt ein großes Loch in den Ski gefahren. Zum Glück konnte das am Abend mit Hilfe des Hüttenwirts schnell repariert werden.

Am nächsten Tag wurde es dann deutlich alpiner: Über eine steile Eisflanke stiegen wir auf und kletterten anschließend über einen eher selten begangenen Grat weiter. Einzelne Passagen verlangten auch im Winter sauberes Klettern und volle Konzentration – genau die Art von Gelände, die Skihochtouren so spannend macht.

Mit dem einsetzenden Schneefall wurde es dann erstmal ruhiger – wir waren für einen Tag auf der Hütte „eingeschneit“. Statt weiterer Touren standen Spaltenbergung, Theorieeinheiten und Rettungstechniken auf dem Programm. Besonders spannend war der Bau eines Skischlittens, mit dem man im Ernstfall auch ohne Helikopter verletzte Personen ins Tal transportieren kann.

Nach dem Schneefall zeigte sich das Wetter wieder von seiner besten Seite – und wir wurden mit besten Bedingungen bei angespannter Lawinenlage belohnt: frischer Powder, schöne Abfahrten im und teilen Gelände und einfach richtig gute Tage draußen in den Bergen.

Ein kleiner Running Gag der Woche war mein morgendliches „System“: immer als Letzter aufstehen, zum Frühstück kommen, wenn die anderen schon gehen – und trotzdem pünktlich sein. Die Lösung: Rucksack-Chaos. Einfach alles rein, nichts auspacken – funktioniert erstaunlich gut und ist effizient. 

Zum Abschluss der Woche durfte ich im Rahmen der Prüfung unsere Gruppe durch die Turmscharte führen – bei durchaus anspruchsvollen Lawinenverhältnis und einigen Lockerschneelawinen. Ein schöner und auch ein bisschen aufregender Abschluss dieser intensiven Ausbildung.

Was neben all den Touren besonders hängen bleibt, sind die Menschen: eine richtig gute Gruppe, viele gemeinsame Erlebnisse und einige neue Freundschaften.

Ich freue mich sehr darauf, das Gelernte jetzt bei uns in der Sektion einzubringen – und vor allem darauf, im nächsten Winter gemeinsam mit euch unterwegs zu sein.